01.12.2008

ÖAMTC Navigationsgeräte-Test zeigt Mängel auf

Schlechte Halterungen ist eine Gefahr für die Verkehrssicherheit

"Aufgrund der vorhergehenden ÖAMTC-Navigationsgeräte-Tests wäre viel Verbesserungspotenzial bei den Geräten vorhanden gewesen, es gibt aber keine Fortschritte", so beschreibt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl die Ergebnisse des aktuellen Navigationsgeräte-Test des Clubs. "Es scheint, als würden die Hersteller an allen Ecken und Enden sparen, um die Gerätepreise niedrig zu halten." Kein Wunder also, dass es für kein getestetes Navigationsgerät zum "sehr gut" reicht. Bei den im Test vertretenen elf Geräten holen sich drei ein "gut", sechs ein "befriedigend" und zwei ein "genügend".
 
"Als würde die Zeit stehen bleiben beziehungsweise sich sogar zurückdrehen", diesen Eindruck bekam der ÖAMTC-Techniker bei dem sonst immer im Führungsfeld gelegenen Navigationsgerät TomTom GO 630 Traffic. "Es wird diesmal mit 'genügend' beurteilt. Der Hersteller hat es noch immer nicht geschafft, die von uns kritisierte Halterung nachzubessern." Während der Fahrt löst sich oft plötzlich der Saugknopf von der Scheibe. Das TomTom fliegt dann regelrecht im Fahrzeug herum. "So kann beispielsweise ein tragischer Unfall ausgelöst werden, weil der Lenker vom Straßengeschehen abgelenkt wird. Somit ist dieses sonst passable Gerät für die Verkehrssicherheit nicht tragbar", stellt der ÖAMTC-Techniker fest. Ebenfalls ein " genügend" bekommt das Route 66 Chicago 9000 Europa. "Wobei man fairerweise sagen muss, dass beim Route 66 Chicago teilweise auch die Routenführung falsch ist und der Akku nicht lange hält", erklärt der ÖAMTC-Techniker.
 
Ein bisschen besser sieht es beim Blaupunkt Travelpilot 300, Mio Moov 210, Navgear Streetmate GT-43 3D, Medion Gopal E4435, Becker Traffic Assist Z200 und dem Clarion Map 780 aus. Diese Geräte bekommen ein " befriedigend" verliehen. "Kritikpunkte führen von unlogischer Menüstruktur über sehr kurze Akku-Laufzeit bis hin zu langer Start- und Reaktionszeit nach der Zieleingabe", sagt der ÖAMTC-Techniker.
 
Den Lichtblick bilden das Navigon 7210, Garmin Nüvi 550 und Falk F10. Sie erreichen immerhin ein " gut". Das Garmin hat keine Betriebsanleitung beigelegt und für das Navigon findet man sie nur auf CD. Das Falk hat zwar seinen "Beipackzettel" dabei, allerdings funktioniert die Zwischenzielplanung nur umständlich.
 
Fazit des ÖAMTC-Experten: "Würden es die Hersteller alle schaffen, eine Betriebsanleitung in Papierform beizulegen und die Halterungen voll funktionstüchtig bauen, wäre der Test für manche um einiges besser ausgefallen. Ein preiswertes Produkt sollte nämlich nicht nur günstig sondern auch gut sein."

Quelle: ÖAMTC


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