Kein Zweifel: Junge Fahrer sind das Unfallrisiko Nummer 1 auf unseren Straßen. Doch wenn ältere Menschen in einen Unfall verwickelt sind, dann sind sie mit steigendem Alter immer häufiger Hauptverursacher dieses Unfalls. Ab einem Alter von 65 Jahren steigt dieser Trend sprunghaft an. Dies ermittelte das Deutsche Statistische Bundesamt im Jahr 2004. Für Fahrschulen und Fahrlehrer ergibt sich daraus ein neues interessantes Betätigungsfeld: Sie können den Senioren helfen, ihre Verkehrssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig ihre Mobilität zu erhalten. Voraussetzung ist natürlich die Bereitschaft seitens der Betroffenen, trotz oft "lebenslanger" Fahrpraxis nochmals für ein paar Stunden die Hilfe eines Fahrlehrers anzunehmen.
Zunächst müssen aber auch die Fahrlehrer in die "Schule" gehen. Denn für ältere Verkehrsteilnehmer sind andere Themen von Bedeutung als für die gewöhnliche Fahrschul-Klientel. So zeigen z.B. die Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Deutschland, dass ältere Menschen hauptsächlich Fehler im Bereich "Vorfahrt" machen. Auch Fehler beim Abbiegen, bei Ein- und Ausfahrten und falsches Verhalten gegenüber Fußgängern nehmen im Alter tendenziell zu. Nicht angepasste Geschwindigkeit, zu geringer Abstand und riskante Überholmanöver kommen dagegen bei älteren Menschen kaum vor.
Quelle: Springer Verlag
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