31.12.2008

Kleinen Lackschaden selbst reparieren

Schäden nach der Silvesternacht - wer zahlt, wer zahlt drauf

Auch heuer werden am 31. Dezember in ganz Österreich wieder Millionen Silvesterraketen das neue Jahr begrüßen. Was raufgeschossen wird, kommt bekannter Weise auch wieder runter. Fahrzeugbesitzer, die ihre Autos in Ermangelung einer Garage während der Silvesternacht im Freien abstellen müssen, sehen dem alljährlichen Treiben daher mit gemischten Gefühlen entgegen. " Fällt eine ausgebrannte Rakete aufs Auto, kann das Lackschäden verursachen. Zündet ein Feuerwerkskörper auf dem Fahrzeug, sind auch Schmauchspuren und Lackverbrennungen möglich. Schäden an Windschutzscheibe und Scheinwerfern sind eher selten", erklärt ÖAMTC-Techniker Thomas Stix.

Wer sein Fahrzeug zum Jahreswechsel im Schussfeld geparkt hat, sollte daher am nächsten Tag auf jeden Fall eine Kontrollrunde drehen. " Denn wichtig ist, Lackschäden, Kratzer, Schrammen oder Schäden auf der Windschutzscheibe so rasch wie möglich auszubessern. Damit kann man einer größeren Glasreparatur und Rostschäden vorbeugen", erklärt der ÖAMTC-Techniker.
 
Experte gibt Tipps, wie man Lack- und Scheibenschäden selbst repariert
 
Wurde der Lack beschädigt, sollten die Schäden rasch behandelt werden, bevor Rost die Karosserie angreifen kann. Zur Reparatur kleinerer Lackschäden eignet sich am besten Tupflack. Den gibt es bei den entsprechenden Vertragswerkstätten in jeder Lackfarbe. Vor der Korrektur muss der Untergrund gründlich gereinigt und die beschädigte Stelle danach mit dem Lack gut abgedeckt werden. "Damit ist der Lackschutz zu 100 Prozent wieder hergestellt. Optisch ist diese Reparatur jedoch nicht perfekt. Da müsste man einen Fachbetrieb aufsuchen", sagt der ÖAMTC-Techniker.
 
Für eine beschädigte Windschutzscheibe empfiehlt Stix als Erste Hilfe ein Steinschlagpflaster, das es gratis bei jeder ÖAMTC-Dienststelle gibt. "Das Pflaster wird unmittelbar nach dem Schaden auf die Bruchstelle der Windschutzscheibe geklebt. So kann sich kein Schmutz und keine Nässe in der Bruchstelle ansammeln", so der ÖAMTC-Techniker. Danach verhindert eine möglichst rasche Reparatur durch die Versiegelung mit Kunstharz, dass sich Risse in der Scheibe bilden. Hohe Reparaturkosten oder gar ein Scheibentausch, der bis zu 1.000 Euro ausmacht, können so verhindert werden.
 
Schäden nach der Silvesternacht - wer zahlt, wer zahlt drauf
 
Für die Schäden, die Feuerwerkskörper an Fahrzeugen anrichten, muss rein rechtlich der Verursacher aufkommen. Klingt theoretisch gut, ist praktisch schwer nachzuverfolgen, weil der nächtliche Zündler meist nicht bekannt ist. In so einem Fall kommt nur eine Vollkaskoversicherung für die Reparaturkosten auf. "Wer nicht vollkaskoversichert ist, bleibt rechtlich auf der Strecke und muss die Kosten selber tragen", sagt der ÖAMTC-Experte abschließend.

Quelle: ÖAMTC

Bildquelle: zurich-connect.at

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