Die Wirksamkeit von Nachrüst-Partikelfiltern ist in Medien und Politik viel diskutiert. Spätestens mit Einführung des Bonus/Malus-Systems sind diese Partikelfilter für sehr viele Diesel-Tanker ein heißes Thema. Werden in Städten Umweltplaketten eingeführt - was in Deutschland bereits der Fall ist - wären viele Diesel-Fahrzeuge aufgrund ihrer Abgaswerte für den Stadtverkehr nicht mehr zugelassen. Ein nach dem bestehenden Diesel-Katalysator eingebauter Partikelfilter kann Abhilfe schaffen. Der ÖAMTC hat einige Fabrikate der Hersteller HJS, TwinTek, Remus und VW auf Herz und Nieren geprüft.
Fazit: Die Nachrüst- Partikelfilter werden ihrem Namen gerecht und bringen eine Partikelreduktion von durchschnittlich 45 Prozent. "Damit ist bewiesen, dass Nachrüst-Partikelfilter bei älteren Fahrzeugen einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der Partikelemission leisten", so ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.
Als Testfahrzeug, in das die Nachrüst-Partikelfilter eingebaut wurden, diente ein VW Golf IV 1,9 TDI, Euro 3, jünger als fünf Jahre, weniger als 80.000 km auf dem Tacho und ohne Sondereinbauten. Die Messungen sollten möglich praxisnahe sein. "Wir haben die Filter daher nicht nur im Normzyklus, sondern auch im Praxiseinsatz getestet. Nach einer 1.500 km langen Stadtfahrt wurde überprüft, wie viele Partikel tatsächlich gefiltert wurden", sagt der ÖAMTC-Experte.Es zeigte sich, dass sich die ausgestoßene Partikelmasse im Vergleich zum Serienzustand des VW bei allen getesteten Nachrüst-Partikelfiltern um durchschnittlich 45 Prozent reduziert. Weiters hat der Test bewiesen, dass es durch den Einsatz von Nachrüst-Partikelfiltern - entgegen vielfach geäußerter Befürchtungen - zu keiner höheren Stickstoffdioxid-Belastung kommt. "Im Gegenteil: Wir konnten eine Reduktion von etwa 30 Prozent messen", so der ÖAMTC-Cheftechniker. Außerdem zeigte sich im Test, dass sich der nachträgliche Einbau eines Partikelfilters nur minimal auf den Kraftstoff-Verbrauch auswirkt.
Weitere Informationen zu den Testreihen des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests.
Quelle: ÖAMTC
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