10.12.2008

Richtige Starthilfe bei einer leeren Autobatterie

Wer pfuscht, riskiert teure Schäden an der Elektronik

68.248 Mal rückte die ÖAMTC-Pannenhilfe im vergangenen, milden Dezember aus, um in Not geratenen Autofahrern zu helfen. In klassischen, richtig kalten Wintermonaten brauchen sogar rund 95.000 Mitglieder die Hilfe der Gelben Engel. Am häufigsten wird Starthilfe benötigt. Denn bei eiskalten Temperaturen streiken oft die Autobatterien. Manche Autofahrer versuchen das Fahrzeug auf Eigenregie wieder flott zu bekommen.

Doch Vorsicht bei unsachgemäßer Starthilfe

"Wer sich bei einem modernen Auto 'falsche' Starthilfe geben lässt, riskiert teure Schäden an der Elektronik", warnt Thomas Stix. Der ÖAMTC-Techniker erklärt wie es richtig funktioniert.

Bildquelle: zurich-connect.at

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Betriebsanleitung: Bevor es an die Arbeit geht, unbedingt die Betriebsanleitung studieren.

Spannung prüfen: Die Nennspannung der Batterien von Spender- und Empfängerauto muss gleich sein. Im Normalfall beträgt die Spannung zwölf Volt. Die Fahrzeuge dürfen einander nicht berühren. Motor und alle Stromverbraucher, wie beispielsweise Heizung des Spenderfahrzeugs müssen abgeschaltet sein. "Am besten Kabel mit Überlastungsschutz verwenden", rät der ÖAMTC-Techniker.

Plus an Plus: Ein Ende des roten Starthilfekabels an den Pluspol (+) der entladenen Batterie und anschließend das andere Ende an den Pluspol der Spenderbatterie klemmen. Danach mit dem schwarzen Kabel den Minuspol (-) der Spenderbatterie mit einem unlackierten Metallteil im Motorraum oder dem Motorblock selbst des Empfängerfahrzeugs verbinden. "Gefährlich wird es, wenn man den Minuspol des Kabels mit dem der Batterie verbindet. Durch Funken kann sich dann Knallgas entzünden", warnt der ÖAMTC-Experte.

Starthilfe geben: Nun wird der Motor des Fahrzeugs mit der funktionierenden Batterie gestartet, anschließend der des anderen Fahrzeugs. Dazu schaltet man beim Auto mit der leeren Batterie einen starken Verbraucher (z.B. Heckscheiben-Heizung) ein und lässt die Verbindung zwischen den Autos eine halbe Minute lang aufrecht. Dadurch wird die Elektronik geschont.

Bildquelle: Santander

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Ordentlich aufladen: Anschließend stellt man den Motor des "Spenderfahrzeugs" wieder ab. Läuft der Motor des anderen Autos weiter, können die Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge entfernt werden. "Im Winter sollte mindestens eine Stunde Überland gefahren werden, um die Batterie wieder vernünftig aufzuladen", rät der ÖAMTC-Techniker. "Stirbt der Motor beim Abbauen der Starthilfekabel wieder ab, ist entweder die Batterie oder die Lichtmaschine defekt. In diesem Fall muss die Pannenhilfe geholt werden."

"Es gibt im Fachhandel leistungsfähige tragbare Akkupacks samt Kabel und Zangen, mit denen Starthilfe an unzugänglichen Stellen oder ohne Straßenkavalier, also Spenderfahrzeug möglich ist", sagt der ÖAMTC-Techniker. "Bei Akkupacks ist die Gefahr von Elektronikschäden geringer und die Akkupacks können auch für andere Zwölf-Volt-Stromverbraucher benutzt werden."

Bildquelle: Hotel Katschberghof

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Übrigens, eine rechtzeitige Wartung der Batterie durch Reinigen und Einfetten der Pole und Überprüfen des Säurestands, erspart in vielen Fällen eine streikende Autobatterie.

Die ÖAMTC-Pannenhilfe ist österreichweit unter der Nummer 120 erreichbar. Außerdem bietet der Club die Möglichkeit, eines kostenlosen WinterFit-Checks bei den ÖAMTC-Stützpunkten.

Quelle: ÖAMTC

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