Tempo 100 auf der Autobahn : 73 Prozent dagegen

Ablehnung bei den häufigen Autobahnnutzern am stärksten

20.10.2006

Eine repräsentative Umfrage des ÖAMTC unter 1.100 österreichischen Autofahrern ab 18 Jahren in allen neun Bundesländern zeigt: Drei von vier österreichischen Autofahrern sind gegen eine Ausdehnung der Tempolimits auf Autobahnen. " Insgesamt 73 Prozent der Befragten äußern sich spontan negativ zur Ausdehnung der abschnittsweisen Tempolimits", erklärt Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Am stärksten argumentieren die Autofahrer mit allgemeinen negativen Aussagen wie "bin dagegen", "halte nichts davon", "ist ein Blödsinn", "bringt nichts" etc. Den negativen Aussagen stehen etwa ein Viertel (24 Prozent) neutrale oder positive Aussagen gegenüber. Für Befürworter zählt vor allem der Umweltaspekt.

Naturgemäß ist die Ablehnung bei den häufigen Autobahnnutzern am stärksten. "Aber selbst bei den seltenen Autobahnfahrern ist die Zahl der negativen Äußerungen immer noch deutlich stärker als die Zahl der positiven Bemerkungen", erklärt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Das wollen die Autofahrer in den Bundesländern im Detail:
Spontane Gründe für die Ablehnung der Tempolimit-Ausdehnung sind vor allem die hohe Akzeptanz des 130 km/h-Limits und die Widersprüchlichkeit des mehrspurigen Ausbaus von Autobahnen bei gleichzeitiger Tempoeinschränkung. Die Argumente der Befragten: "Autobahnen sind für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt", "Wozu dann mehrspurige Autobahnen ausbauen?", "Da kann man gleich auf Bundesstraßen bleiben". 21 Prozent der Gegner geben die Wirkungslosigkeit einer solchen Maßnahme für den Umweltschutz bzw. sogar die gegenteilige Wirkung als Grund an. Befürworter führen gerade solche Umweltschutzgründe (weniger Feinstaubbelastung, weniger Schadstoffausstoß) und Sicherheitsgründe als Argumente für eine Ausdehnung der abschnittsweisen Tempolimits ins Treffen.

Bildquelle: zurich-connect.at

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Die aktuelle Umfrage zeigt aber erneut, dass Österreichs Autofahrer bereitsind,in umweltförderliche Maßnahmen zu investieren. In Kärnten und Salzburg werden spontan überdurchschnittlich oft alternative Kraftstoffe gefordert, in Oberösterreich setzen die Autofahrer auf umweltfreundlichere, sparsamere Fahrzeuge und in Tirol wird aufgrund der Transitsituation doppelt so oft wie durchschnittlich die Beschränkung des Lkw-Verkehrs gefordert.

Hohe Zustimmung gibt es für Alternativmaßnahmen: Verpflichtende Partikelfilter werden von 64 Prozent der Befragten, die Förderung alternativer Antriebe und Kraftstoffe von 63 Prozent, bessere Umstiegs- und Parkmöglichkeiten für Pendler sowie attraktivere öffentliche Verkehrsmittel wie moderne Busse und Bahnen und kürzere Intervalle von jeweils 58 Prozent gefordet.

Quelle: ÖAMTC

Bildquelle: Hotel AVIVA

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