"Bis zu 20 Prozent weniger Spritverbrauch, einfache Montage ohne Werkzeug und Fachkenntnisse", damit wirbt ein Online-Auktionshaus für "Expander" Magnetgeräte, die den Kraftstoffverbrauch in Fahrzeugen um bis zu 20 Prozent reduzieren und für eine bessere Arbeit des Vergasers und der Einspritzdüsen sorgen sollen. 35 Euro kostet das "Wunderding". "Dahinter steckt leider - trotz hoch technischer Erklärungsversuche - gar nichts", warnt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl die Autofahrer. "35 Euro für null Wirkung sind selbst für einen Versuch zu viel".
Die Hersteller versprechen, den Spritverbrauch zu senken und die Motorleistung zu steigern. Die Geräte sollen die Zündung beziehungsweise den Kraftstoff beeinflussen. " Alle unsere bisherigen Tests haben aber gezeigt, dass keine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs nachgewiesen werden kann", erklärt Kerbl. Der ÖAMTC hat gemeinsam mit seinem deutschen Schwesterclub ADAC drei Spritspargeräte getestet, die über Online-Auktionshäuser angeboten wurden. Das Ergebnis fiel nüchtern aus, in keinem Fall gab es die versprochenen Kraftstoffeinsparungen.
In der Hoffnung doch ein wenig Sprit zu sparen, gehen gutgläubige Autofahrer den Herstellern immer wieder auf den Leim. Neben Spritspargeräten werden zunehmend Substanzen, die man dem Kraftstoff beimengt, angeboten. "Wir haben eine Pille, die man in den Tank geben und damit bis zu 20 Prozent Sprit sparen kann", erzählte ein "Spritspar-Anbieter" vor kurzem dem ÖAMTC-Techniker am Telefon. Auch diesem "Mittelchen" steht der Experte kritisch gegenüber. "Wir verbuchen derzeit massig Anfragen von Autofahrern, was sie dem Sprit beimischen können, um den Verbrauch zu reduzieren. Doch auch bei den Benzinsparmitteln liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie nichts bringen bei über 99 Prozent. Die Ersparnis beim Kraftstoffverbrauch durch diese Substanzen ist so minimal, dass sie sich mit dem Kaufpreis des Spritsparmittels ohnehin wieder aufhebt."
Tatsächlich Sprit sparen mit optimalem Fahrstil
Ohne große Investitionen kann man sparen, indem man sich an das Motto "Gleiten statt hetzen" hält. Vorausschauend fahren, frühzeitig in den nächsten Gang schalten und auf rote Ampeln zurollen. "So kann der Spritverbrauch ebenfalls um bis zu 10 Prozent gesenkt werden", erklärt Kerbl.
So hilft der ÖAMTC beim Sparen:
Quelle: ÖAMTC
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