Tacho-Manipulation

Wer Verringerung beim Kilometerstand verschweigt, macht sich strafbar

Mit wenigen Handgriffen kann am Tachometer eines Pkw die Anzahl der gefahrenen Kilometer reduziert werden. Damit kann der Wert eines Fahrzeugs blitzartig um hunderte Euro erhöht werden. Die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer warnen vor solchen Manipulationen: Wer den Kilometerstand seines Autos "herunterschraubt" und dies bei einem Weiterverkauf nicht meldet, macht sich strafbar!

"Tachojustierung für fast alle digitalen und analogen Tachos!" Auf derartige Angebote stoßen Konsumenten z.B. im Internet. Um 100 Euro wird etwa in Online-Auktionshäusern eine Tachojustierung angeboten. Das ist zwar nicht verboten, eine solche Manipulation muss bei einem Weiterverkauf jedoch bekannt gegeben werden.

Mit zurückgedrehten Tachos ließe sich einiges an Geld machen: Eine Verringerung der gefahrenen Kilometer um 50.000 kann zum Beispiel den Wiederverkaufspreis eines Kleinwagens um 900 Euro erhöhen. Der Kaufpreis eines Polo Diesel Baujahr 1999 mit rund 140.000 gefahrenen Kilometern beträgt derzeit rund 4.970 Euro. Wird diese Kilometerzahl mittels Tachojustierung auf rund 90.000 verringert, steigt der Verkaufspreis um knapp 900 Euro auf 5.870 Euro.

Bildquelle: zurich-connect.at

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Dr. Eva Schreiber von der AKNÖ-Konsumentenberatung: "Kein Gesetz verbietet es, den Tacho zurückzudrehen. Wer es aber tut oder vornehmen lässt, ist dazu verpflichtet, das bei einem Weiterverkauf auch zu melden. Nichtgemeldete Tachometermanipulationen erfüllen den Straftatbestand des Betrugs." Solche Delikte werden mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe geahndet. Die AKNÖ warnt daher alle, die ihr Auto zu einem möglichst guten Preis verkaufen wollen, auf derartige Methoden zurückzugreifen.

Wer ein gebrauchtes Auto kauft, soll den Kilometerstand unbedingt im Kaufvertrag eintragen lassen. "Sollten durch manipulierte Tachostände notwendige Servicearbeiten nicht rechtzeitig durchgeführt werden und in der Folge Schäden - etwa durch einen gerissenen Zahnriemen - entstehen, können die Kosten für die Reparatur beim Vorbesitzer eingefordert werden", so Schreiber.

Quelle: AKNÖ

Wie Sie - auch als Laie - erkennen, ob die Kilometer am Tacho echt sind, erfahren Sie auf der folgenden Seite ...


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