18.10.2010
Bislang wollte uns Ford nur ein verschämtes Detailbild von der Kühlerpartie des neuen Ranger zeigen, jetzt sind am australischen Autosalon aber alle Hüllen gefallen. Der Neue ruht auf der Plattform, die künftig weltweit die Basis für alle kleinen Pickups der Marke sein wird.
Vom Outback bis nach Oberpullendorf: In über 180 Ländern der Welt wird der Ranger angeboten - aber nicht in den USA und Kanada - und ist damit eines der am weitesten verbreiteten Modelle des Konzerns, ein echtes Weltauto. Das Leitmotiv des Fahrzeuges ist "21st Century Tough"; gebaut wird es gemeinsam mit dem Mazda BT-50 in Thailand, nach Österreich wird es Ende nächsten Jahres kommen. Auf der Messe in Sydney steht eine Version mit Doppelkabine und 2,2 Liter-Duratorq-Dieselmotor mit 150 PS und einem Drehmoment von 375 Nm. Insgesamt sollen drei Dieselvarianten angeboten werden: Der Vierzylinder mit 125 PS und voraussichtlich rund 320 Nm sowie in der Messe-Version, und ein Fünfzylinder mit 3,2 Liter Hubraum, 200 PS und 470 Nm Drehmoment. Die neuen Motoren lassen sich prinzipiell mit einer 6-Stufen-Automatik oder mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe kombinieren. Die Nutzlast des Ranger beträgt bis zu 1.500 kg; der Antrieb erfolgt wie bisher auf die Hinterräder mit manuell zuschaltbarem 4x4. Ein ESP ist serienmäßig, detto eine "Vielzahl" von Airbags. Für den Innenraum kündigen die Designer an, dass "robust" nicht automatisch "trist" bedeuten muss.
Neben dem auf 3.220 Millimeter verlängerten Radstand (Vorgänger: 3.000 Millimeter) erhielt der neue Ford Ranger auch breitere Spurmaße. Sie erreichen an der Vorder- und Hinterachse 1.560 Millimeter für die 4 x 4-Varianten (Vorgänger: 1.445 (XL) - 1.485 (Wildtrak)). Die Bodenfreiheit beträgt bis zu 232 Millimeter (Vorgänger: 205 Millimeter). Das Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen an der Vorder- und Blattfedern an der Hinterachse ermöglichte den Entwicklern größere Freiheiten bei der Abstimmung. Dämpfer mit speziellen Ventilsystemen und angepasste Federraten begegnen den spezifischen Herausforderungen eines Pick-up-Fahrwerks. Die Ladefläche des neuen Ranger mit Doppelkabine hat gegenüber dem Vorgängermodell um fast 100 Millimeter in der Breite zugelegt. Bei einer Länge von 1.549 Millimeter (Vorgänger Doppelkabine: 1.530 Millimeter) bietet sie eine maximale Ladebreite von 1.560 Millimeter (Vorgänger: 1.456 Millimeter). Das Ladevolumen erreicht 1,21 Kubikmeter. Die Breite zwischen den Radhäusern beträgt jetzt 1.139 Millimeter (Vorgänger: 1.090 Millimeter); die Ladefläche hat spezielle Vorrichtungen über den Radhäusern, um beispielsweise größere Holzplatten flach auflegen zu können. Die Klappe des Ladeabteils bietet für solche Vorhaben auch am oberen Rand noch eine lichte Breite von 1.330 Millimetern.
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