Hummer H3 will ein Alltagsauto sein

Kampagne für den neuen H3 soll die breite Masse ansprechen


29.06.2005

Bildquelle: hummer.com Die US-Automarke Hummer versucht sich in der Erschließung neuer Käuferschichten. Mit dem etwas kleiner ausgefallenen Modell "H3" soll in Zeiten explodierender Benzinpreise und preisbewusster Konsumenten gepunktet werden, berichtet die New York Times. Vergangenen Monat wurde das Modell auf den Markt gebracht. Der große Bruder und Verkaufsschlager, der "H2", kostet an die 50.000 Dollar und war für viele US-Amerikaner somit unerschwinglich. Der neue H3 bewegt sich "nur mehr" um die 30.000 Dollar. Teil der Marketing-Offensive soll nun ein gewisser Mass-Market-Appeal für das kleinere und kostengünstigere Modell sein. Mit dieser Herausforderung war die Automarke aber nie zuvor konfrontiert.

Eines der größten Probleme wird die Kommunikation der Alltagstauglichkeit des kleineren H3 sein. Hummer will sich jedoch auch nicht von den traditionellen Werten der Marke (Härte und Widerstandsfähigkeit) wegbewegen. Die entscheidende Frage wird die adäquate Kommunikation all dieser Elemente sein. Eine Marketingexpertin der Autoindustrie hält dieses Unterfangen für unmöglich. Es sei nicht machbar, ein Militär-Vehikel als praktisches Utensil für den Alltag zu verkaufen.

Bildquelle: zurich-connect.at

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Nicht nur die bis dato sehr begrenzte Zielgruppe macht der Automarke dieser Tage zu schaffen, sondern auch der enorme Verbrauch. Der H3 verbraucht auf der Autobahn "nur mehr" rund 12 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Beim H2 sind es immerhin 20 Liter.

Bevor der H3 aus der Taufe gehoben wurde, sanken die Verkaufszahlen der Hummer-Modelle 2005 im Vergleich zu den ersten vier Monaten des Vorjahres um 12 Prozent. Verglichen mit 2003 beträgt der Rückgang sogar 34 Prozent. Der H3 kurbelt die Verkäufe in diesem Jahr jedoch wieder an und im Mai verzeichnete Hummer ein Plus von 62 Prozent im Vergleich zu 2004.

Bevor der H3 präsentiert wurde, gab es insgesamt nur zwei Hummer-Modelle. Neben dem H2 stellte der H1 die ursprüngliche Variante im traditionellen Military-Look dar. Die Kosten des H1 liegen bei rund 100.000 Dollar. Hummer setzt mit der aktuellen Kampagne auf einen gewagten Image-Spagat zwischen wild aber doch nicht zu ausschweifend. Es bleibt abzuwarten, ob diese Strategie aufgeht.


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Quelle: pte


Bildquelle: Hotel Katschberghof

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