Schon im Jahr 1938 hatte die Heeresbeschaffungsstelle der U.S. Army 135 Fahrzeughersteller angeschrieben, um vierrädrigen Ersatz für die bis dahin verwendeten Kurier-Motorräder mit Seitenwagen und Ford Model T zu finden.
Das Fahrzeug sollte leicht, wendig, robust und zuverlässig sein, sowie über einen Vierradantrieb plus Geländeuntersetzung verfügen. In einem Kopf-an-Kopf -Rennen mit Bantam und Ford, entschied sich die U.S. Army schlussendlich für den "Willys MA", so die offizielle Bezeichnung des ersten Jeeps.
Den Ausschlag hat dabei der stärkere (60 PS) Motor und der günstige Preis (738,74 US-Dollar) gegeben. Bis zum Serienstart verbesserte Willys-Overland aber noch einiges und brachte mit dem "Willys MB" dann ein Auto auf den Markt, welches in ähnlicher Form auch 70 Jahre später noch erhältlich ist.
Schon während des Kriegs interessierten sich auch Private für den Alleskönner, und so wurde der Jeep auch als reguläres Modell für Jedermann angeboten. Ein Schicksal, welches Jahre später den Hummer H1 ebenfalls ereilen sollte, der ursprünglich auch nur für den Kriegseinsatz geplant war.
Die zivilen Versionen wurden laufend verbessert und immer moderner. Trotzdem hatte Willys-Overland am heiß umkämpften Markt der Nachkriegsjahre keine Überlebenschance, und so begann für die legendäre Marke ein Leben als Wanderpokal.
Bis heute wechselte Jeep fast öfter den Besitzer als so manche 10 Dollar-Note. Im Jahr 1953 wurde Willys-Overland von Kaiser-Frazer übernommen, 1970 folgte dann die American Motors Corporation (AMC), die wiederum 1987 von Chrysler aufgekauft wurde. Es folgten dann Daimler-Chrysler, 2007 dann wieder ohne Daimler und 2009 der Anschluss an die Fiat-Gruppe.
Mit dem Jeep Wrangler gibt es aber noch immer einen Nachfolger, der die Gene des Ur-Jeep in sich trägt. Bleibt zu hoffen, dass der robuste Offroader auch die nächsten Jahre oder auch die nächsten Wechsel der Besitzer überstehen wird.
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