Das im Rahmen der Tourismusmesse INDABA vorgestellte Konzeptfahrzeug ist dazu gedacht, Safaris in Wildparks umwelt- freundlicher zu machen. Da der Elektroantrieb deutlich leiser ist als der normale Dieselmotor, kann sich der Gelände- wagen beispielsweise für Fotoaufnahmen auch näher an Tiere heranschleichen.
Der Umbau eines Defender 110 ersetzt den 2,4-Liter-Dieselmotor durch einen Elektroantrieb und spart dadurch pro gefahrenem Kilometer 295 Gramm Co2-Ausstoß ein. Mit einer Akkukapazität von 28,8 Kilowattstunden kann der Elektro-Defender pro Ladung bis zu 100 Kilometer zurücklegen. Das reicht den Projektpartnern zufolge für drei typische Safari-Trips, da es sich dabei um relativ kurze Ausfahrten mit geringer Geschwindigkeit handelt.
Der genutzte Akku ist dabei eine Axeon-Spezialanfertigung, die relativ weit oben im Motorraum verbaut ist. Denn eine Batterie am Fahrzeugboden, wie bei vielen elektrifizierten Autos zu finden, kommt für den Geländewagen nicht in Frage - er benötigt für Safari-Trips eine gute Bodenfreiheit abseits geebneter Straßen und muss auch mit einer gewissen Wassertiefe klarkommen.
Den Anstoß für das Projekt hatte eine Anfrage des privaten Wildparks Londolozi gegeben, der Fotosafaris anbietet. Für solche Zwecke sind elektrifizierte Geländefahrzeuge sehr interessant, weil sie einen sehr geräuscharmen Betrieb ermöglichen. Das erlaubt es, dichter an Wildtiere heranzufahren, wie in Tests mit dem Konzeptfahrzeug praktisch nachgewiesen werden konnte.
Wenngleich das aktuelle Design auf den Einsatz in Wildparks zugeschnitten ist, orten Land Rover und Axeon breites Anwendungspotenzial für elektrifizierte Geländefahrzeuge. Sie sind immer dann interessant, wenn die Abgas- oder Geräuschbelastung möglichst gering gehalten werden soll - was beispielsweise für Naturreservate allgemein gilt.
pte
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