Mercedes hat mit der letzten Erprobungsphase eines neuartigen Assistenzsystems begonnen. Dies soll Autofahrer rechtzeitig vor Übermüdung und dem gefürchteten Sekundenschlaf warnen. Das System analysiert das Fahrerverhalten mittels verschiedener Sensoren und erkennt, wenn sich der persönliche Fahrstil müdigkeitsbedingt ändert. In diesem Fall wird der Fahrer daran erinnert, Pause zu machen. Nach Abschluss aller Tests wird das System im Jahre 2009 bei Mercedes-Benz in Serie gehen.
Untersuchungen der Mercedes-Ingenieure mit bisher über 420 Autofahrerinnen und Autofahrern zeigen, dass Müdigkeit von vielen Menschen nicht richtig und vor allem nicht rechtzeitig genug wahrgenommen wird. Müdigkeit macht sich in der Regel nicht schlagartig bemerkbar, sondern baut sich über einen gewissen Zeitraum auf. Dabei lassen Reaktionsvermögen und Wahrnehmungsfähigkeit kontinuierlich so stark nach, dass Autofahrer schon in frühen Phasen der Ermüdung häufig nicht mehr richtig handeln können.
Das von Mercedes-Benz entwickelte Assistenzsystem kann Müdigkeit bereits im Ansatz erkennen und den Fahrer warnen. Es soll deshalb einen wichtigen Beitrag zur Unfallvermeidung leisten.
Das Mercedes-System wertet eine Reihe von Indikatoren aus, um die Aufmerksamkeit von Autofahrern zu beurteilen und den gleitenden Übergang vom Wachzustand zur Ermüdung zu erkennen. Bei jeder Fahrt beobachtet der Attention Assist permanent typische Verhaltensmuster des Autolenkers und ermittelt auf diese Weise ein individuelles Fahrerprofil, das als Grundlage für die Müdigkeitserkennung dient. Bei signifikanten Abweichungen von den gespeicherten Erfahrungswerten stellt das System fest, ob Anzeichen für eine beginnende Müdigkeit vorliegen oder nicht. Ob und wann der Autofahrer gewarnt wird, hängt allerdings auch von der jeweiligen Tageszeit, der Fahrtdauer und der Fahrweise ab.
auto-reporter
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