Ursprünglich ein Showcar namens 308 RCZ (die Typenbezeichnung 308 ist inzwischen aus dem Namen verschwunden), wurde die Straßenversion komplett bei Magna in Graz kreiert. Ende 2007 nahmen die steirischen Entwickler erstmals das damalige Showcar von Peugeot im Hinblick auf eine Serienfertigung unter die Lupe, wie DI Udo Bader von Magna erläutert:
"Nach Austausch der Information und einigen Verhandlungsrunden ist es Magna Steyr gelungen, sich gegen die Mitbewerber durchzusetzen und den Auftrag zu erhalten. Mit klaren Zielen wie das Serienprodukt aussehen soll und was es können muss, starteten wir die Entwicklung. Damit hat Peugeot zum ersten Mal ein Gesamtfahrzeug an Magna Steyr vergeben, mit Gesamtverantwortung für Wahl der Entwicklungsstrategie, Entwicklung des Fahrzeuges, Einkauf aller Neuteile, Qualität und Produktion."
Wegen des straffen Terminplans entschied man sich bei Magna Steyr für die virtuelle Entwicklung; physische Prototypen wurden nicht gebaut. Geometrie und alle Funktionen des Sportwagens wurden virtuell simuliert und erst zu einem viel späteren Zeitpunkt "in echt" überprüft. Diese Testfahrzeuge waren dann bereits mit Serienwerkzeugen hergestellt. In dieser Phase war auch der Peugeot-Werkspilot Alex Wurz bei der Fahrwerksabstimmung eingebunden.
Von Oktober 2007 bis Dezember 2009 führten rund 300 Mitarbeiter im Grazer Entwicklungszentrum den Peugeot RCZ zur Serienreife; 350 Beschäftigte in der Produktion bauen jetzt 80 Fahrzeuge pro Tag. Im ersten Jahr werden voraussichtlich rund 17.000 Fahrzeuge entstehen, in der Folge wird die Produktion auf jährlich 20.000 Autos gesteigert. Auch ein Großteil der Neuteile für den Wagen wird bei Magna in Österreich gefertigt, so zum Beispiel alle Blechteile der Karosse. In anderen Worten: Der RCZ ist von vorne bis hinten "made in Styria".
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