War beim Bremspedal-Rückruf das technologische Toyota Aushängeschild Prius nicht betroffen, so hat den Hybriden jetzt doch noch das selbe Schicksal ereilt. Die dritte Generation des Prius soll ein Software-Update des Antiblockiersystems erhalten. Mit dieser Maßnahme reagiert Toyota auf Kundenbeschwerden über das Bremsgefühl beim leichten Bremsen auf holpriger oder rutschiger Fahrbahn und gleichzeitigem ABS-Eingriff.
Die Bremsen sind aber weiterhin funktionsfähig, betont Importeur Frey in einer Aussendung: Nach stärkerem Druck auf die Bremse komme das Fahrzeug sicher zum Stehen; auch das ABS funktioniere einwandfrei. Betroffen sind alle Fahrzeuge, die in der Zeit zwischen 7. April 2009 und 27. Jänner 2010 hergestellt wurden. Die ersten beiden Generationen des Prius sind nicht betroffen, ebensowenig andere Modelle von Toyota oder Lexus in Österreich. 519 österreichische Zulassungsbesitzer werden vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) im Namen von Toyota Frey Austria Ges.m.b.H. persönlich angeschrieben. In ganz Europa sollen insgesamt 53.000 Fahrzeuge des Typs Prius III zum Software-Update in die Werkstatt geholt werden.
Zum Rückruf wegen möglicher Defekte am Gaspedal vermeldet Toyota mittlerweile, dass in Österreich weniger Fahrzeuge im Rahmen kontrolliert werden müssen als anfangs angenommen. 19.003 Zulassungsbesitzer werden vom VVO kontaktiert; das sind 55 % der ursprünglich angenommenen Anzahl. Grund hierfür sind verschiedene Gaspedalversionen, die in den angegebenen Modellen und Produktionszeiträumen montiert wurden. Wobei es nicht zwingend sein muss, dass alle zu überprüfenden Fahrzeuge modifiziert werden müssen. Toyota Frey Austria stellt ab 10.2. eine Überprüfungsmöglichkeit durch Eingabe der Fahrgestellnummer unter www.toyota.at online. Mit dieser Anwendung können sich Toyota Fahrer informieren, ob ihr Fahrzeug zur Kontrolle ansteht und ob sie mit einer Einladung vom VVO rechnen müssen.
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