Die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen bekommt eine vierte Modellreihe. Was "Amarok" bedeuten soll, hat uns VW schon bei der Vorstellung der Studie gleichen Namens im Jahr 2008 erklärt: Das Wort stammt, so lässt der Hersteller verlauten, aus der Sprache der in Nordkanada und Grönland lebenden Inuit und bedeutet "Wolf". Darüber hinaus soll dieser Name aber im romanischen Sprachraum auch die Assoziation mit der Bedeutung "er liebt Steine" wecken. Wie auch immer, jedenfalls ist der erste große Pickup unter dem VW-Banner ein ambitionierter Angriff auf die bisherige japanische Hegemonie in diesem Segment. Weltweit werden pro Jahr zwei Millionen solcher Pickups in der Ein-Tonnen-Kategorie verkauft, den Löwenanteil halten japanische Hersteller.
Anfänglich wird der Amarok, der die typischen Stilelemente der derzeitigen Pkw-Designlinie des Hauses aufweist, bei uns als Viertürer mit Doppelkabine angeboten; ein Single Cab folgt dann 2011. Als Motor kommt zunächst ein 2,0 Liter-TDI mit 120 kW / 163 PS und 400 Nm Drehmoment zum Einsatz, Mitte nächsten Jahres folgt eine kleinere 122-PS-Maschine. Beide Motoren sind mit einem 6-Gang-Handschaltgetriebe gekoppelt. VW weist darauf hin, dass erstmals in dieser Klasse ein Allrad-Fahrzeug mit einer CO2-Emission von weniger als 200 Gramm angeboten wird. Die Österreich-Preise für den Amarok sind derzeit noch nicht bekannt.
Heckantrieb, Allrad zuschaltbar, oder Allrad permanent: Die Kundschaft hat die Wahl. Die 4x4-Modelle heißen markentypisch 4MOTION, genaues Hinschauen lohnt sich: ein roter Vierer im Schriftzug bedeutet "zuschaltbar", ein schwarzer Vierer "permanent". Der zuschaltbare Allradantrieb ist mit Geländereduzierung in Richtung Heavy-Duty-Einsatz ausgelegt, der permanente Allradler setzt eher auf Komfort. Für alle Antriebsarten ist eine Differentialsperre für die Hinterachse optional erhältlich. Neben drei Ausstattungslinien (Basis, Trendline, Highline) wird ein umfangreiches Zubehörprogramm für Funktionalität und Styling erhältlich sein. Zweifelsohne wird sich auch die markentreue Tuningindustrie zum Amarok bald etwas einfallen lassen.
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