Volvo hat ein Gerät entwickelt, dass bei Trunkenheit die Zündung blockiert, um die Zahl alkoholbedingter Unfälle zu senken. Der Alcoguard ist seit diesem Monat (September 2007) in Schweden erhältlich und soll bald auf allen europäischen Märkten und in den USA verfügbar sein.
Bevor sich der Wagen starten lässt, muss der Fahrer eine Atemprobe in ein Mobilgerät von der Größe einer kleinen Fernbedienung abgeben. Der Atem wird analysiert und per Funksignal an die Fahrzeugelektronik übermittelt. Liegt der Alkoholwert über 0,2 Promille (schwedische Promillegrenze), lässt sich das Fahrzeug nicht mehr starten.
Mittels dreier LED-Leuchten werden die Resultate im Mobilgerät angezeigt: Grün steht für eine Alkohol-Konzentration von 0 bis 0,1 Promille. Der Start wird freigegeben. Gelb bedeutet 0,1 bis 0,2 Promille. Die Fahrt wird nicht empfohlen, die Zündung lässt sich aktivieren. Rot steht für einen Promillewert von über 0,2 Promille: Das Auto ist nicht startbereit.
Der eingestellte Alkoholgrenzwert von 0,2 Promille ist auf die schwedische Gesetzgebung abgestimmt und lässt sich den gesetzlichen Bestimmungen anderer Märkte anpassen. Unterbringung und Aufladung des Geräts erfolgen in einem separaten Fach in der Frontkonsole.
Die Absatzerwartungen für den Alcoguard liegen bei rund zweitausend Einheiten pro Jahr, mit steigender Tendenz. Als Hauptabnehmer sieht Volvo zunächst vor allem Flottenbetreiber, Taxiunternehmen, Behörden und Verwaltungen. Das System sei dank seiner hohen Bedienerfreundlichkeit aber auch für Privatkunden interessant.
auto-reporter
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