05.05.2010
Vor 22 Jahren begann die Erfolgsgeschichte der Oldtimermesse Tulln. Damals veranstalteten Dascha Hagl und Engelbert Baum vom OSCT einen Teilemarkt in Halle 3 des Tullner Messegeländes. Vierzig Teilemarkthändler folgten der Einladung. Drei Jahre später kam der erste Aussteller aus Deutschland - die Veranstaltung war damit "international".
Die Ausweitung auf mehrere Hallen und einen Teil des Freigeländes führte zur Umbenennung in Oldtimer Messe Tulln. Heute füllt die Veranstaltung das gesamte Messegelände, immerhin 25.000 m² Hallenfläche und 70.000 m² am Freigelände - so auch am 15. und 16. Mai 2010. Rund 750 Aussteller aus 16 Nationen bieten vom restaurierten Komplettfahrzeug über Teile, Literatur, Modellautos usw. bis zum trendigen Accessoire alles, was zum Hobby "Oldtimerei" dazugehört - und so manches, das nicht dazugehört. Der Oldtimer-Teilemarkt findet am Freigelände und in zwei Hallen statt. Sechs weitere Hallen beherbergen Oldtimer-Handel (alles rund um das Hobby Oldtimer), Museums- und Clubpräsentationen (ca. 90 Clubs und 7 Museen) sowie diverse Sonderausstellungen. Das Dorotheum wird am Samstag und Sonntag in Halle 10 eine Auktion von Oldtimern und Automobilia durchführen. Dabei werden rund 70 Fahrzeuge angeboten.
Der Mathis-Club-Austria feiert gemeinsam mit Kollegen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland den 100. Geburtstag dieser einst sehr bekannten Automarke. Emil Mathis baute ab 1910 zuerst in Kehl, dann in Straßburg die nach ihm benannten Automobile. Dabei wurden Motoren vom kleinen Vierzylinder mit 900 ccm bis zum großvolumigen 8-Zylinder entwickelt und in PKW, LKW und Lieferwagen eingebaut. 1934 von Ford gekauft, wurde noch kurz der Matford parallel zu Ford-Modellen gebaut. Schließlich verschwand auch der letzte Rest des Namens.
Am 24. Juni feiert der Mailänder Autohersteller Alfa Romeo sein 100-jähriges Bestehen. Mit der Gründung aus den Überresten der 1906 ins Leben gerufenen franko-italienischen Firma Darracq begann eine wechselvolle Geschichte, geprägt durch den Wandel vom Hersteller von exklusiven Luxusfahrzeugen zur Serienproduktion von sportlichen Fahrzeugen - immer gewürzt durch Rennerfolge, sei es bei der Formel 1, der Mille Miglia oder Le Mans. Die Übernahme durch Fiat in den achtziger Jahren läutete eine neue Periode ein, die die Tradition weiterführt und in letzter Zeit mit dem 8c Competizione und der neuen Giulietta besondere Akzente setzt.
Als vor 30 Jahren der Audi Quattro entwickelt wurde, glaubten nur wenige, dass damit Ralleysportgeschichte geschrieben würde. Die Erfolge auf der Rennstrecke nützte Audi für seine "normalen" PKW und machte damit den Allradantrieb zu einer neuen Norm im Autobau. Diese Sonderausstellung wird vom Audi Urquattro Club Österreich organisiert.
Die Gesellschaft für historische Kraftfahrzeuge, der größte Oldtimerclub Österreichs, zeigt in einem interessanten Querschnitt Cabrios jedweden Alters und jedweder Bauart, vom Anfang des Autobaus bis heute.
Das dreisitzige Sportcoupe MURENA von Talbot wurde 1980 als Nachfolger des Matra Bagheera am Pariser Salon vorgestellt. Im Renault Konzern als Konkurrent zum Renault Alpine betrachtet, lief die Produktion nach nur 10.680 Stück bereits 1983 wieder aus. Die Matra IG widmet diesem Fahrzeug ihre heurige Schau.
Die Halle 3 erstrahlt in diesem Jahr in Weiß. Eine Installation mit ausschließlich weißen Oldtimern ziert diese älteste Messehall Tullns und zeigt, dass es weiße Fahrzeuge schon gab, bevor sie in letzter Zeit modern geworden sind.
Der Skoda 110 R, früher oft auch spöttisch "Ostblock-Ferrari" genannt, wurde ab 1970 in Kvasny gebaut. In seiner stärkeren Version 130 RS wurde er ein erfolgreiches Rennfahrzeug (es reichte beispielsweise sogar zu Tourenwagen-Europameisterehren). Der Skoda Veteranenfahrzeug Club Austria zeigt einige Fahrzeuge auf der Oldtimermesse in Tulln.
Das TR-Register Austria hat sich den TR-Modellen der britischen Marke Triumph verschrieben; es feiert im Rahmen der Messe seinen 20. Geburtstag.
Im Februar 1960 wurde der KARO Club Österreich als die österreichische Vereinigung der Messerschmitt-Kabinenrollerfahrer gegründet. Damals waren es neue und gebrauchte Fahrzeuge, heute sind es begehrte Oldtimer.
Seit 25 Jahren ist der MG Owners Club Austria (MGOC) Anlaufstelle für alle, die die Fahrzeuge dieser englischen Sportwagenmarke sammeln und erhalten. Und das gehört gefeiert!
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