Binnen weniger Jahre hat sich Kia (noch schneller als Konzernmutter Hyundai) auf dem österreichischen Markt festgesetzt. Zuerst verkauften sich die Koreaner ausschließlich über ihren günstigen Preis, doch spätestens mit der Etablierung eines starken Europa-Stützpunktes schlug man bei uns voll ein.
Mit guter Qualität, moderner Technik, europäischem Design, europäischer Fertigung und nach wie vor fairen Preisen ließen Hyundai/Kia die jüngste Automobilkrise an sich abperlen wie eine Gore-Tex-Jacke die Regentropfen. Das Facelift am SW oder Sporty Wagon genannten Kombi war kein wirklich erzwungenes, man justierte bloß ein wenig die Zeitgeist-Schraube. Zunächst gestaltete man die Front strenger und linearer. Wo früher freundliche Rundungen dominierten, herrscht nun das neuerdings moderne Lineal. VW macht das schließlich nicht anders.
Auch der Innenraum wurde in Richtung moderner und hochwertiger getrimmt: Das Lenkrad erhielt einen kompakteren Pralltopf sowie als dritte Strebe eine elegante Alu-Einlage plus zahlreiche Fernbedien-Funktionen. Die Mittelkonsole wird künftig von einem runden Steuerelement dominiert – gleichermaßen logisch wie elegant.
Motorisch änderte sich im Prinzip nicht viel: Der 1,4-Liter-Einstiegsbenziner wurde von 105 PS auf 90 PS reduziert, die weiteren Benziner blieben mit 115 (auch mit Automatik erhältlich) und 143 PS gleich. Dieselseitig das gewohnte Bild: 90, 115 und 140 PS. Die große technische Neuerung ist der Schritt hin zu mehr Umweltfreundlichkeit.
Denn: Hinter dem Namen ecoDynamics versteckt sich ein Paket aus einem Start-Stop-System, bei Kia ISG (intelligent stop & go) genannt, einem Gaspedal, das Vollgas nur erschwert zulässt (ähnlich dem Kickdown bei Automatik-Getrieben) und Michelin-Leichtlaufreifen.
Wir testen den Diesel-Kombi mit 115 PS. Preislich schlägt sich unser Testwagen in der Topausstattung xR mit 24.190,- Euro zu Buche. xR-typisch sind Ausstattungsdetails wie Glasschiebedach, 17-Zöller (diesfalls nicht als Leichtlaufreifen), Teilledersitze, Chrompedale und abgedunkelte Seitenscheiben. Zweizonen-Klima, Tempomat, Sitzheizung, Bluetooth-Freispreicheinrichtung, USB-Anschluss etc. sind sowieso an Bord. Darunter gibt es vier weitere Ausstattungsvarianten: Cool, Motion, Active und Active pro. Den 115-PS-Diesel erhält man zumindest als Motion (gegenüber dem Cool unter anderem um Klimaautomatik und hintere Fensterheber reicher) um 21.090,- Euro. Auch dieser ist keineswegs ein spartanisches Angebot. Die Extras halten sich dagegen in Grenzen: Metallic-Lack (400,- Euro), Einparkhilfe (400,- Euro) und Navigationssystem (800,- Euro), das wars auch schon.
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Weitere Testdetails:
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