Opel Corsa OPC : Testbericht

Kombination aus sportlichem Design und zahlreichen Komfort-Elementen

12.11.2007

Nur ein Millimeter fehlt, dann hätte man den Opel Corsa auch in seiner "Rennversion" OPC ein Vier-Meter-Auto nennen müssen. So misst der kleinste Opel aber eben nur 3,999 Meter und darf sich selbst bei 141 kW / 192 PS und 17-Zoll-Rädern noch zu den Kleinwagen zählen. Er gehört allerdings zu den kleinen Wilden, denn OPC steht für "Opel Performance Center". Der Corsa aus dieser Reihe durchstürmt bereits nach 7,2 Sekunden die 100-km/h-Marke und erreicht 225 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Der kleinste OPC kann also Fahrleistungen vorweisen, die geeignet sind, seinen Fahrer als Gegner jeglicherTempobeschränkung auszuweisen. Es wäre schade, wenn er sich nicht ab und an auch einmal austoben dürfte. Das Fahrwerk dazu hat er, die Lenkung und die Schaltung ebenfalls. Schnell durch enge Kurven - das ist sein Revier.

Bildquelle: Auto Eisner

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Das gefällt den Beifahrern nicht immer, vielen ist die ruhige Gangart lieber. Auch damit kann der Corsa OPC dienen. Sein Geradeauslauf und seine Federungsabstimmung zwischen sehr hart und gerade noch komfortabel lassen auch eine geruhsame Gangart zu. Der Motor und die Windgeräusche verderben einem dabei allerdings den Spaß an hohen Dauergeschwindigkeiten. Was beim Tanz über die Passstrecke zur akustischen Bereicherung gerät, wird eben auf Dauer lästig.

Außerdem wird es auch teuer. Wir gingen mit unserem Corsa OPC einige Langstrecken schnell an und mussten dafür rund elf Liter Super Plus (95 ROZ) auf 100 km in Kauf nehmen. Von nichts kommt eben nichts, auch nicht bei diesem Vierzylinder Turbo mit 1,6 Liter Hubraum. Der Verbrauch nach EU-Norm wird von Opel mit 7,9 Litern in Durchschnitt angegeben. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 190 Gramm pro Kilometer.

Der dreitürige OPC ist aber nicht nur ein Fahrzeug für den sportiven Ausritt. Er bietet auch Qualitäten, die ihn für den Alltag qualifizieren. Sein Gepäckraum fasst 285 Liter - ein durchaus klassenübliches Maß, das sich auf maximal 1.050 Liter vergrößern lässt. Die beiden Rücksitze sind recht gut erreichbar und gestatten kleineren Personen, die Tour von hinten zu genießen.

Der gesamte Innenraum gibt sich angenehm sportlich. Daran gibt's nichts zu meckern, schon gar nicht wegen der sehr guten Recaro-Sportsitze mit integrierten Kopfstützen. Den Fahrer erwartet hier ein angenehmer Arbeitsplatz, auf dem ihm die leichtgängige Sechs-Gang-Handschaltung mit kurzen Wegen ordentlich zur Hand geht.

Bildquelle: zurich-connect.at

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Doch was sich nach den ersten Kilometern wie eine reizende Fahrmaschine präsentiert, hat auch eine andere Seite, ein luxuriöse. Denn für den Preis von 24.400 Euro bietet der OPC mehr als Fahrleistung, sondern auch eine nahezu komplette Ausstattung. Von den 17-Zoll-Alurädern sprachen wir schon. Dazu kommen ein CD-Radio mit MP3-Player, die Klimaanlage und - man lese und staune - Isofix-Befestigungen.

Beim Cruisen auf dem Boulevard hilft sicher auch das Optik-Paket, das der OPC-Käufer gleich mit erwirbt: Stoßfänger, Seitenschweller, Heckspoiler und eine Menge beschleunigender wie auffälliger Details geben dem Corsa OPC ein starkes Äußeres, mit dem nicht einmal der auch nicht unauffällige Opel Astra OPC mithalten kann.

So ist Opel mit dem Corsa OPC ein bemerkenswertes Zusammenspiel zwischen sportlichen Eigenschaften und schnellem Design mit Komfortelementen gelungen, wie man sie auch in Fahrzeuge größerer und teurerer Klassen nur gegen Aufpreis bekommt. Der Turbomotor samt Metallpedalerie im Fußraum kombiniert sich hier mit Abbiegelicht, CD-Radio, Klimaanlage und Metalliclackierung.

So bleiben uns am Ende nur zwei Dinge zu bemängeln: Der Motor könnte spontaner drehen, dann hätte man beim Herunterschalten auch mehr Spaß mit dem Zwischengas. Zweiter Kritikpunkt ist die Übersichtlichkeit: Die breite C-Säule und die kleinen Fenster hinten verbauen die Sicht. Doch dafür bekommt man die Coupé-Optik für ein Auto, das man getrost unter die Spaßmacher reihen darf.

auto-reporter

Bildquelle: Hotel AVIVA

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