03.08.2010

Elektroroller im Test

Schnell leer und lange Ladezeit

Reichweiten-angaben von Herstellern ist mit Vorsicht zu begegnen. Das jedenfalls gilt bei Elektrorollern. In einem ADAC-Test mit sieben E-Rollern ging den beiden einsitzigen Exemplaren von E-TON und ELBIKE schon nach rund 20 Kilometern Fahrt auf dem Prüfstand die Puste aus. Versprochen worden war ein Durchhaltevermögen von mehr als dem Doppelten.

Roller mit mehr Durchhaltekraft konnten teilweise zwar mehr als 60 Kilometer zurücklegen, dennoch erreichte keines der getesteten Produkte das Urteil "sehr gut". Die beiden Roller e-sprit Silenzio (Testsieger mit Note 2,4) und InnoScooter EM 2500-Lithium (2,5) schneiden mit "gut" ab. Fünf Modelle waren in der Gesamtheit "befriedigend". Schlusslicht ist der Einsitzer von ELBIKE (ausreichend), der nur in der Kategorie "Kosten" überzeugen konnte.

Die Reichweiten wurden auf einem Rollenprüfstand bei Temperaturen von 22 Grad und zusätzlich unter null Grad Celsius gemessen. Minusgrade quittierten einige Modelle prompt mit zusätzlichen Reichweitenverlusten, während sommerliche 22 Grad den e-sprit Silenzio und den InnoScooter EM-2500 Lithium zu Distanzen von etwa 70 Kilometern anspornten. Unter gleichen Bedingungen kommen der E-max 90 S und RMC-E Hiker 50 Amaze etwa 60 Kilometer weit.

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Wer E-Roller fährt, muss Zeit mitbringen; zumindest beim Laden leerer Akkus. Ganze zwölf Stunden dauert dieser Vorgang beim Solar-Scooter. Einen transportablen Akku bieten nur der E-MO, der InnoScooter und das ELBIKE.

Die elektrischen Zweiräder wurden in den Kategorien "Komfort", "Sicherheit", "Handhabung und Fahreigenschaften", "elektrischer Antrieb" und "Kosten" geprüft. Bei Sicherheit und Komfort überzeugte der E-max mit besten Bremswerten und hervorragendem Licht.

Will man die E-Roller attraktiv machen, führt an geringen Ladezeiten und verbesserten Reichweiten kein Weg vorbei. Zudem, so das Urteil der Tester, sollten Akkus leicht ausgebaut werden können und transportabel sein. Der Roller sollte einen Stauraum für das Ladegerät bieten, und in der Bedienungsanleitung dürfen Informationen zur Technik und Pflege der Batterie nicht fehlen.

Auto-Reporter.NET/arie

Bildquelle: Hotel Katschberghof

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