17.03.2009

14 Motorroller im ÖAMTC-Test

Club-Experte fordert Ausstattung von 125-er Rollern mit ABS

Roller erleben einen wahren Boom. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie sind im Erwerb und in der Erhaltung günstiger als Autos, außerdem wendig und unkompliziert im Stadtverkehr und bei der Parkplatzsuche. Rechtzeitig vor dem Start der Zweirad-Saison hat der ÖAMTC gemeinsam mit seinen Schwesterclubs daher 14 Roller genauer unter die Lupe genommen. " Alle getesteten Roller erhielten gute Bewertungen. Kleinere Unterschiede gibt es in den einzelnen Bewertungskriterien. In beiden Gruppen haben schwerere Krafträder beim Komfort bessere Noten, leichtere sind meist wendiger. Ein ebenfalls getesteter Elektroroller punktet nicht nur bei den Abgaswerten, er hat auch bei der Fahrleistung die Nase vorn", fasst ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl zusammen. Handlungsbedarf sieht der Experte bei der Ausstattung der 125-er Roller - nur zwei der acht Fahrzeuge sind mit ABS ausgestattet.

Geprüft wurden im ÖAMTC-Rollertest insgesamt acht Leichtkrafträder bis 125 ccm³. In diese Gruppe integriert wurde aufgrund seiner Leistung auch ein Roller mit Elektroantrieb. Von den Rollern mit größerem Hubraum wurden fünf Modelle auf Herz und Nieren getestet. Außerdem auf dem Prüfstand: Der Piaggio MP3 LT - ein neu entwickeltes rollerähnliches dreirädriges Fahrzeug, das mit dem B-Schein gelenkt werden darf. Bewertet wurden die Kriterien Ausstattung/Licht, Rangieren, Fahrleistung, Komfort (Windschutz, Federung), Bremseigenschaften , Handling im Parcours, Abgas (CO2) und Verbrauch sowie die Reichweite.

125-er Roller - Leichtgewichte als wendige Stadtflitzer

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Die getesteten 125-er Roller lassen sich aufgrund von Ausstattung und Fahrdynamik in zwei Gruppen unterteilen. Zur ersten Gruppe der " komfortorientierten Allrounder", gehören der Honda S-Wing 125, der Peugeot Satelis 125 ABS, der Yamaha Xmax 125 und der strombetriebene Vectrix VX-1. Diese Roller sind mit größeren Verkleidungen und Windschild ausgestattet. "Die zweite Gruppe punktet mit geringerem Gewicht. Der Aprilia Sportcity One 125, der Honda Lead 110, der Suzuki SIXteen 125 und der Vespa GTS 125 sind mit schmäler geschnittenen Verkleidungen und fehlenden Windschildern mehr auf den engeren Stadtverkehr ausgerichtet", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

Bei den Bremsen haben zwar alle 125-er Roller gute Bewertungen. An der Spitze finden sich aber mit Honda S-Wing 125 und dem Peugeot Satelis 125 ABS die beiden Roller mit ABS. "Das zeigt, dass es in diesem Bereich Handlungsbedarf gibt. Gerade bei den 125-ern, mit denen viele junge Lenker unterwegs sind, sollte man alle möglichen sicherheitsrelevanten Verbesserungen berücksichtigen", fordert ÖAMTC-Experte Kerbl.

Herausforderung E-Roller - Umweltfreundlichkeit variiert regional

Zu einer Herausforderung wurde die Bewertung des strombetriebenen Vectrix VX-1. "Bei der Bewertung der Umweltfreundlichkeit muss man bei einem Elektrofahrzeug beurteilen, wie sauber die Energie ist, mit der es betrieben wird", erklärt Kerbl. Somit erhält der Vectrix VX-1 in Österreich mehr Punkte als beim Testpartner ADAC in Deutschland - schließlich ist der Anteil an Wasserkraft und damit an sauberer Energie in der Alpenrepublik um ein Vielfaches höher als bei unseren Nachbarn, wo mehr kalorische Kraftwerke in Betrieb sind. Der Vectrix überzeugt nicht nur mit Umweltfreundlichkeit. Bei der Fahrleistung spielt er ebenfalls alle Stückerln: "Das hohe Drehmoment steht ab der ersten Radumdrehung zur Verfügung. Allein bei der Reichweite kann das elektrisierende Zweirad noch nicht ganz mit den Benzin betriebenen Kollegen mithalten", sagt der ÖAMTC-Techniker.

Große Motorroller über 125 ccm³ für die komfortable Reise

Bildquelle: Hotel AVIVA

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Auch bei den großen Motorrollern über 125 ccm³ kann man nach Ausstattung und Gewicht zwei Gruppen unterscheiden. "Die Roller der ersten Gruppe sind schwerer und haben größere Verkleidungen mit Windschild. Mit einer teilweise großzügigen Ausstattung sind sie eher komfortorientiert und haben die besseren Touring-Qualitäten", beschreibt Kerbl die wichtigsten Merkmale dieser Gruppe. Dazu zählen der Peugeot Geopolis 400 ABS, der Suzuki Burgman 650 Executive sowie der Yamaha TMax 500 ABS. Ebenfalls in diese Gruppe fällt der Piaggio MP3 LT, der aber mit B-Schein gefahren wird. Die Roller der zweiten Gruppe sind leichter, haben enger geschnittene Verkleidungen und keine Windschilder. Dazu zählen die Modelle Honda SH300i ABS und Vespa GTS 250ie ABS. "Genau wie bei den 125-er Rollern sind auch hier die leichteren Modelle besser beim Rangieren und beim Handling im Ortsverkehr", fasst der ÖAMTC-Techniker zusammen.

Nähere Informationen zum ÖAMTC-Rollertest finden Sie unter www.oeamtc.at/moped und www.oeamtc.at/motorrad.


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