Kaum zwei Jahre nach der Markteinführung im Jahr 2009 präsentiert BMW Motorrad eine in vielen Details überarbeitete S 1000 RR. Höhere Fahrpräzision und Agilität, druckvollere Leistungsentfaltung sowie sensibleres Ansprechverhalten waren die primären Zielsetzungen. Rückmeldungen aus dem Einsatz in nationalen Superstock-Rennserien sind in die Modell-Optimierung eingeflossen. An der Leistung - 193 PS - wurde nicht geschraubt. Dafür wurden dem Motor feinere Manieren anerzogen, um die Fahrbarkeit durch einen lineareren, harmonischeren Leistungs- und Drehmomentverlauf und gesteigertes Durchzugsvermögen zu optimieren. Die neu definierte Gasannahme sorgt für ein verbessertes Ansprechverhalten. Die Gasbetätigung wurde im Hinblick auf ein sensibleren Response, einen geringeren Drehwinkel des Gasgriffs sowie niedrigere Handkraft optimiert.
Zur Steigerung der Fahrdynamik sollen Modifikationen am Fahrwerk
beitragen. So verfügen die Upside-down-Gabel und das Federbein über
einen neuen Innenaufbau, der eine noch weitere Spreizung der
Dämpfungskräfte ermöglicht. Die Anpassungen der Fahrlage und
Fahrwerksgeometrie durch neu definierte Werte für Steuerkopfwinkel,
Offset, Lage des Schwingendrehpunkts sowie für den Gabelüberstand und
die Federbeinlänge sollen darüber hinaus Handling, Zielgenauigkeit und
Feedback steigern. Im Zuge der dafür notwendigen Änderungen am
Hauptrahmen wurde auch die Querschnittsfläche der Ansaugluftführung
durch den Steuerkopf für effektiveren Luftdurchsatz vergrößert. Ein
einstellbarer mechanischer Lenkungsdämpfer rundet das
Fahrwerksoptimierungs-Paket ab.
Die grafische Gestaltung des Drehzahlmessers wurde im Hinblick auf
bessere Ablesbarkeit überarbeitet. Zudem ist das Display jetzt dimmbar
und im Funktionsumfang ergänzt. So erlaubt der Laptimer nun die Anzeige
der "Best lap in progress" und mittels "Speedwarning" wird dem Fahrer
auf Wunsch das Überschreiten einer bestimmten Fahrgeschwindigkeit
signalisiert.
Auch in puncto Design haben die BMW Motorrad-Entwickler eingegriffen:
Die Heckpartie wurde schlanker gestaltet, die asymmetrischen
Seitenverkleidungen wurden überarbeitet, das Airbox-Mittelcover mit
seitlichen Öffnungsgittern versehen. Ein neues Erkennungsmerkmal stellen
die beiden "Winglets" am Verkleidungsoberteil dar, sie sollen die
aerodynamischen Qualitäten steigern. Frisch gestaltet ist ebenso die
Farb-Palette: Racing red uni / Alpinweiß uni, Bluefire uni,
Saphirschwarz metallic und die Motorsport-Farben von BMW Motorrad stehen
zur Auswahl. Das RR-Logo wurde ebenfalls überarbeitet. Zusätzliche
optische Akzente setzen die in schwarz, glänzend, lackierten Räder sowie
die rote Feder des Zentralfederbeins. Jeweils dazu passend ist die
Schwinge entweder mit einer Eloxal-Beschichtung versehen oder in Schwarz
gehalten. Weiters wurden die Fersenbleche für den Fahrer neu entwickelt
und die Ausleger der Soziusfußrasten schlanker gestaltet.
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