Die Ducati Hypermotard schlug bei ihrer Markteinführung auf Anhieb ein. Mit ihrem schrägen Look und ihrer Performance war - und ist - sie eine Symbiose zweier Welten: Supermoto & Straßen-Rennsport. Für die Bologneser eine perfekte Mischung. Dennoch war jetzt eine Frischzellenkur angesagt. Herausgekommen ist dabei zwar keine Revolution, deshalb bekam auch sie den Zunamen EVO, doch eine Rundum-Optimierung. Damit kann sie alles noch besser als zuvor. Vor allem: Sie ist um sieben Kilo leichter - jetzt 172 kg (trocken) -, um fünf PS stärker - jetzt 95 PS - und hat um 9 Nm mehr Maximal-Drehmoment - jetzt 103 Nm.
Diese neuen Eckdaten sind das Ergebnis einer Reihe von Maßnahmen.
Alleine das Zweiventil-Aggregat wurde um 5,3 Kilo abgespeckt, dank
dünneren und trotzdem festeren Motorgehäuses sowie des neuen
Lichtmaschinendeckels aus Magnesium. Bearbeitet sind Schwung und
Lichtmaschine. Die weiteren Arbeiten am Antrieb: geänderte
Nockenwellen-Steuerzeiten, vergrößerter Ventil-Hub, Strömungsoptimierung
des Zylinderkopfs, verbesserte Thermo-Dynamik, neue Kolben, höhere
Verdichtung (nunmehr 11,3:1, plus 0,8:1), neues Schmiersystem.
Neues ist auch von der Einspritzanlage zu berichten: Sie wird von einer
Siemens High-Speed-CPU (Central Processing Unit) gesteuert. Verzichtet
wurde - dank Optimierung der Brennraumform und der Zündung - auf die
Doppelzündung. Weniger Gewicht und niedrigere Servicekosten resultieren
daraus. Neu zugeschnitten, vielmehr strömungsoptimiert auf die aktuellen
Anforderungen wurde die Airbox, und um 85 Prozent vergrößert wurde die
Kühlfläche des Ölkühlers.
Leichter und trotzdem unverändert verwindungssteif ist der Rahmen.
Neu an der Hypermotard sind die erstmals bei der Streetfighter verbauten
kompakten Schaltereinheiten. Auf den aktuellsten Stand der Technik
gebracht haben die Ducati-Techniker auch das LCD-Dashboard, mit Anzeigen
für Drehzahl, Geschwindigkeit, Kilometerstand, Reserve-Kilometer, Uhr,
Rundenzeit, Batteriespannung und Motoröltemperatur. Nach wie vor besteht
die Möglichkeit, die einklappbaren Rückspiegel an den Lenkerenden gegen
klassisch montierte Teile auszutauschen (das erspart eine Menge
Touchier-Diskussionen im Stau-Geschlängel). Zu guter Letzt sind
mittlerweile auch an der Hyper 1100 EVO LED-Leuchteinheiten im Einsatz.
Gleichzeitig mit der Standard-Version kommt eine schärfere Variante auf
den Markt: Die Hypermotard 1100 EVO SP glänzt in neuem Ducati
Corse-Design, hat eine Menge Carbon-Teile mit auf den Weg bekommen,
nebst längerem Federbein und dementsprechend längeren Federwegen.
Außerdem sind Monoblock-Bremsen an ihr verbaut. Und noch einen Kilo
weniger wiegt sie obendrein.
Info: www.ducati.at
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