18.10.2011

Evolution der Ducati Hypermotard 1100

Die Symbiose aus Supermoto und Racing wurde für 2012 zu einer tiefgreifenden Frischzellenkur geschickt. Das Resultat: fünf PS mehr, sieben Kilogramm weniger.

Die Ducati Hypermotard schlug bei ihrer Markteinführung auf Anhieb ein. Mit ihrem schrägen Look und ihrer Performance war - und ist - sie eine Symbiose zweier Welten: Supermoto & Straßen-Rennsport. Für die Bologneser eine perfekte Mischung. Dennoch war jetzt eine Frischzellenkur angesagt. Herausgekommen ist dabei zwar keine Revolution, deshalb bekam auch sie den Zunamen EVO, doch eine Rundum-Optimierung. Damit kann sie alles noch besser als zuvor. Vor allem: Sie ist um sieben Kilo leichter - jetzt 172 kg (trocken) -, um fünf PS stärker - jetzt 95 PS - und hat um 9 Nm mehr Maximal-Drehmoment - jetzt 103 Nm.

Bildquelle: Hotel AVIVA

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Diese neuen Eckdaten sind das Ergebnis einer Reihe von Maßnahmen. Alleine das Zweiventil-Aggregat wurde um 5,3 Kilo abgespeckt, dank dünneren und trotzdem festeren Motorgehäuses sowie des neuen Lichtmaschinendeckels aus Magnesium. Bearbeitet sind Schwung und Lichtmaschine. Die weiteren Arbeiten am Antrieb: geänderte Nockenwellen-Steuerzeiten, vergrößerter Ventil-Hub, Strömungsoptimierung des Zylinderkopfs, verbesserte Thermo-Dynamik, neue Kolben, höhere Verdichtung (nunmehr 11,3:1, plus 0,8:1), neues Schmiersystem.

Neues ist auch von der Einspritzanlage zu berichten: Sie wird von einer Siemens High-Speed-CPU (Central Processing Unit) gesteuert. Verzichtet wurde - dank Optimierung der Brennraumform und der Zündung - auf die Doppelzündung. Weniger Gewicht und niedrigere Servicekosten resultieren daraus. Neu zugeschnitten, vielmehr strömungsoptimiert auf die aktuellen Anforderungen wurde die Airbox, und um 85 Prozent vergrößert wurde die Kühlfläche des Ölkühlers.
Leichter und trotzdem unverändert verwindungssteif ist der Rahmen.

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Neu an der Hypermotard sind die erstmals bei der Streetfighter verbauten kompakten Schaltereinheiten. Auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht haben die Ducati-Techniker auch das LCD-Dashboard, mit Anzeigen für Drehzahl, Geschwindigkeit, Kilometerstand, Reserve-Kilometer, Uhr, Rundenzeit, Batteriespannung und Motoröltemperatur. Nach wie vor besteht die Möglichkeit, die einklappbaren Rückspiegel an den Lenkerenden gegen klassisch montierte Teile auszutauschen (das erspart eine Menge Touchier-Diskussionen im Stau-Geschlängel). Zu guter Letzt sind mittlerweile auch an der Hyper 1100 EVO LED-Leuchteinheiten im Einsatz.

Gleichzeitig mit der Standard-Version kommt eine schärfere Variante auf den Markt: Die Hypermotard 1100 EVO SP glänzt in neuem Ducati Corse-Design, hat eine Menge Carbon-Teile mit auf den Weg bekommen, nebst längerem Federbein und dementsprechend längeren Federwegen. Außerdem sind Monoblock-Bremsen an ihr verbaut. Und noch einen Kilo weniger wiegt sie obendrein.

Info: www.ducati.at


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