Der ADAC hat acht Dachboxen, wie sie häufig von Ski-Urlaubern benutzt werden, getestet. Schon bei einem harmlosen Aufprall von 30 km/h bohrten sich bei drei Boxen die Skier durch das Plastikgehäuse und hätten im Ernstfall die vor dem Fahrzeug befindlichen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Eine Box, das Modell Thule Atlantis, flog sogar im Ganzen vom Dach. Vier der acht Boxen wurden mit "mangelhaft" abgewertet.
Mit dem Urteil "gut" schnitt die Box Corvara 310 von Kamei am besten ab. Eine ebenfalls gute Bewertung holte sich die Montblanc Triton 450. Als billigste Box im Test (129 Euro) belegte die Jetbag Sprint 270 von ATU Platz drei vor der Thule Ocean 500.
Bei den "mangelhaft" bewerteten Transportbehältern handelt es sich um die G3 Cargo 12, die Atera Carver 411, die G3 Pegaso 450 und die Thule Atlantis 780. Die mit 476 Euro teuerste Box, das Modell Thule, versagte nicht nur beim Crash, auch beim Regentest wurde - wie bei fünf anderen Boxen - ihr Inhalt nass. Nur die beiden Siegerboxen hielten das Ladegut trocken.
Bei extremen Fahrsituationen schnitten die einfachen Boxen mit U-Bügel-Befestigung am besten ab. Die mit aufwändigen Schnellverschlusssystemen ausgestatteten Dachkoffer wanderten beim "Elchtest" seitlich mehr oder weniger hin und her. Ein Schwachpunkt bei allen Boxen ist die Ladungssicherheit. Mit den vorhandenen Spanngurten lassen sich die Gepäckstücke nur unzureichend sichern. Der ADAC empfiehlt, die Ladung mit zusätzlichen Gurten, wie sie im Zubehörhandel erhältlich sind, zu sichern. Einfache Gummi-Expander bieten keinen Schutz.
Hinweis: Alle Preisangaben beziehen sich auf den deutschen Markt.
Quelle: ADAC
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