Der ÖAMTC und der Verein für Konsumenteninformation (VKI) haben im Spätherbst 2004 insgesamt 13 Autos aus sechs Fahrzeugklassen einem Crashtest unterzogen. Das Ergebnis bei diesem jüngsten EuroNCAP-Crashtest: Acht Autos fuhren gleich die Höchstwertung von fünf Sternen ein, drei erhielten vier Sterne und zwei erreichten nur drei Sterne. Alle Autos mussten ihre Qualitäten bei Front- und Seitencrash sowie im Pfahltest unter Beweis stellen, um Punkte und damit Sterne zu sammeln. Gecrasht wurden:
| Kleinwagen | Renault Modus Hyundai Getz Fiat Panda Kia Picanto | fünf Sterne - 33 Punkte vier Sterne - 25 Punkte drei Sterne - 20 Punkte drei Sterne - 19 Punkte |
| Kompaktklasse | Ford Focus 2004 Citroen C4 BMW 1er | fünf Sterne - 35 Punkte fünf Sterne - 35 Punkte fünf Sterne - 33 Punkte |
| Minivans | Seat Altea | fünf Sterne - 33 Punkte |
| Mittelklasse | Citroen C5 Skoda Octavia | fünf Sterne - 36 Punkte vier Sterne - 27 Punkte |
| Obere Mittelklasse | Audi A6 2004 BMW 5er | fünf Sterne - 33 Punkte vier Sterne - 29 Punkte |
| Geländewagen | VW Touareg | fünf Sterne - 34 Punkte |
Erstmals erreichte mit dem Citroen C5 ein Fahrzeug 36 Punkte. Entäuschend haben beim EuroNCAP-Crashtest zwei Kleinwagen abgeschnitten. Fiat Panda und Kia Picanto erhielten wegen der hohen Brust- und Beinbelastung beim Crash große Punkteabzüge.
Zum dritten Mal beurteilten die Crashtest-Experten von Euro-NCAP auch die Kindersicherheit mit maximal fünf Sternen. "Die Bestnote hat bei diesem Crashtest leider wieder kein Pkw erhalten. Allerdings haben immerhin zehn Autos bei der Kindersicherheit vier Sterne erhalten. Ganz schwach abgeschnitten hat bei diesem Testkriterium der Fiat Panda mit nur zwei Sternen", sagt VKI-Projektleiter Paul Srna. Die Beurteilung der Kindersicherheit basiert nicht nur auf dem Fahrzeug oder dem Kindersitz allein. Es geht um das System, bestehend aus Fahrzeug und vom Hersteller empfohlenen Kindersitz bei fachgerechter Montage im Auto. Der Sieger bei der Kindersicherheit ist der BMW 5er mit 42 Punkten und vier Sternen bei der Kindersicherheit.
Der Fußgängerschutz kommt bei den meisten Herstellern weiterhin zu kurz: Viele schwere und tödliche Unfälle könnten vermieden werden, würden die Fahrzeugfronten besseren Schutz bieten. In dem Ausmaß, wie die Insassensicherheit bei Pkw in den vergangenen Jahren verbessert wurde, sollten die Hersteller auch den Fußgängerschutz bei ihren Modellen optimieren. Kein Fahrzeug konnte bei der Fußgängersicherheit überzeugen. Am schlechtesten schnitt der BMW 1er ab. "Die Motorhaube im hinteren Bereich, die Motorhaubenkante und die Stoßstange sind äußerst unnachgiebig. BMW sollte den Fußgängerschutz wesentlich ernster nehmen. Gerade für ein neues Modell ist dieses Ergebnis ein Armutszeugnis", sagt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.
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