01.08.2008

Anti-Marder-Flaschen als neuester Schutz-Versuch

Die Marder haben wieder Saison

Seit Wochen sind in Österreich die Marder verstärkt am Werk und legen viele Autos lahm. "In der Pannenstatistik des ARBÖ Burgenland hat es der elektrische Defekt nach Marderbiss mittlerweile auf Platz eins der Pannenursachen-Statistik gebracht", berichtet der Geschäftsführer des ARBÖ-Burgenland Ing. Rudolf Leeb. Die Autoreparaturen nach einem Marderbiss können oft sehr ins Geld gehen: Zündkabel, Kühlschläuche, Dämmmatten, Antennen - nichts ist vor den bisswütigen Nagetieren im und am Auto sicher.

Alle Fahrzeugkomponenten aus Gummi werden angebissen, zerbissen oder zerrissen. Abdeckungen oder eine platzsparende Bauweise im Motorraum halten kaum einen der eifrigen Nager davon ab, sein Unwesen zu treiben. Ärgerlich sind auch ihre Pfotenabdrücke, die am Lack oft feine Kratzer als bleibende Erinnerung hinterlassen.

Was tun gegen die Nager-Plage?

Zwar bieten findige Firmen Ultraschallgeräte an, die Marder mit hochfrequenten Tönen verscheuchen sollen, oder Geräte, die mit Hilfe von  Elektroschocks den Mardern die  "Bissfreude" vermiesen sollen. Doch so leicht lassen sich die Tiere von der Technik nicht vertreiben.

Bildquelle: zurich-connect.at

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Ing. Rudolf Leeb: "Auch zahlreiche Hausmittel wie z.B. ein mit Hundehaaren gefüllter Strumpf, Mottenkugeln und WC-Duftsteine, Urin von marderfeindlichen Haustieren (z.B. Hunde) und Plastiksackerl über den Scheibenwischern, zeigen nur begrenzte Wirkung. Das neueste Hausmittel bzw. Marderschreck sind mit Wasser gefüllte PET-Flaschen." Dabei werden durchsichtige Mineralwasser- bzw. Fruchtsaftflaschen (ohne Etikett) mit Wasser gefüllt und um bzw. auf dem Auto platziert. Sie sollen Marder davon abhalten, sich am Auto zu schaffen zu machen. Warum ist das so? Sind es Lichtspiegelungen oder schreckt sich der Marder gar vor seinem eigenen Spiegelbild? Keiner weiß es so ganz genau.

Die Praxis aber zeigt: Autofahrerinnen und Autofahrer, die es - etwa im Burgenland - mit einer Anti-Marder-Flasche versucht haben, schwören drauf. "Und täglich werden es mehr", weiß Leeb aus der Praxis. Im Extremfall sind sogar zwanzig Flaschen auf oder rund um ein Fahrzeug drapiert. "Hilft es nichts, so schadet es auch nicht", meint Ing. Leeb zu diesem recht kostengünstigen Versuch der Marder-Abwehr.

Quelle: ARBÖ

Bildquelle: Hotel Katschberghof

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