28.07.2009

Strategien beim Parkplatz suchen in der Stadt

Nerven, Zeit und Geld sind Kriterien für das individuelle Suchverhalten.

In der größten Hitze oder unter Zeitdruck - die Parkplatzsuche in der Stadt kann an den Nerven zerren. In den Ferienmonaten kommt es generell kurzfristig zu einer Entspannung, die man an heißen Abenden in der Stadt jedoch nicht bemerkt. Der ÖAMTC hat eine Blitzumfrage unter 545 Autofahrern gestartet, um die Stimmungslage hinsichtlich der Parkplatzsuche zu testen. Befragt wurden Lenker nach ihrem " Parkverhalten" in einer Großstadt.
 
80 Prozent finden untertags innerhalb von zehn Minuten einen guten Parkplatz. In den Abendstunden sind es 70 Prozent. Der Rest kreist länger als zehn Minuten. Bei der Parkplatzsuche verfolgen die Autofahrer verschiedene Strategien. "Es gibt einige Kriterien, die für das Suchverhalten ausschlaggebend sind, beispielsweise Fahrhäufigkeit, Alter, finanzielle Situation und ob man privat oder geschäftlich unterwegs ist", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.
 
Nach Auswertung der Blitzumfrage lassen sich folgende Strategien erkennen:

Wechselstrategien, Berufsparker und Sparefrohs
 
15 Prozent der Umfrageteilnehmer ändern ihr Parkverhalten, wenn Mitfahrer im Auto sind, ganz besonders bei Kindern oder älteren Menschen. "Fast die Hälfte dieser Befragten setzt zuerst die Passagiere am Ziel ab, erst dann wird in Ruhe ein Parkplatz gesucht", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Sechs Prozent der Befragten gestanden, dass sie sich im Beisein eines Mitfahrers beim Einparken nicht blamieren wollen und daher besser aufpassen.
 
Jene, die tagsüber nach der " 1-2 Block oder "Ruhigere Viertel-Strategie" parken, meiden abends "Pickerlbezirke" oder benützen öfters Öffis.
 
Ausschlaggebend für die Art der Parkplatzsuche ist weites, ob man privat oder geschäftlich unterwegs ist. Das bestätigen 30 Prozent der Umfrageteilnehmer. Bei Geschäftsterminen fährt man früher los, um möglichst nahe am Ziel zu parken. Oder man fährt aus Zeitgründen gleich in eine Garage. "Die Kosten zahlt meist der Arbeitgeber, da fällt die Entscheidung leicht", so die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Bei privaten Wegen wird eher gespart, man hat mehr Zeit und nimmt auch kurze Fußwege in Kauf.
 
Sicherlich ändert sich das Suchverhalten schlagartig bei Schlechtwetter, sperrigen Transporten oder bei kostengünstigen Parkgaragen-Angeboten. Ebenso Einfluss auf das Parkverhalten haben günstige oder gratis Kombi-Parktickets (Gratisgarage beim Shopping, Konzert-Park-Kombi, Park & Ride, etc.).
 
"Jedenfalls ist es so, dass jemand, der die Parkplatzsuche überlegt angeht, Zeit, Geld und Nerven spart", sagt die ÖAMTC-Expertin abschließend.

Quelle: ÖAMTC

Bildquelle: zurich-connect.at

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