Urlaub und Ferien - zwei Begriffe, die in uns wohl die schönsten Assoziationen überhaupt wecken: Sonne, Strand und Ausspannen. Die Kehrseite der Ferienreisezeit ist das überdurchschnittliche Verkehrsaufkommen gepaart mit bestürzenden Unfallzahlen. "Zu den ohnehin vorherrschenden Hauptunfallursachen wie überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand und Alkohol gesellen sich in den Sommermonaten noch Übermüdung, Hitze und die hohe Verkehrsdichte", charakterisiert Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), die Gefahren im Ferienreiseverkehr.
Diese sommerliche Horrormischung führte im Jahr 2003 allein in den Monaten Juni bis September zu 17.779 Verkehrsunfällen (Gesamt 2003: 43.426) auf heimischen Straßen. Diese forderten 22.993 Verletzte (Gesamt 2003: 56.881) und 407 Todesopfer (Gesamt 2003: 931). Das heißt im Klartext: Rund 41 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle in Österreich ereigneten sich zwischen Juni und September. Eine traurige Bilanz, die geradezu paradox anmutet, schließlich sollte gerade die Ferienzeit Ruhe und Entspannung mit sich bringen. Stattdessen scheinen sich die Blechlawinen aggressiver als sonst über Österreichs Straßen zu wälzen.
Eine Frage, die man bei der Fahrt mit dem Auto ins Ausland nicht übersehen sollte: was tun im Fall einer Panne? Es gehört wohl zu den unangenehmsten Vorstellungen, irgendwo auf einer stark frequentierten Autobahn sowohl im In- als auch im Ausland eine Panne zu haben. Hier gilt es trotz der möglichen Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren: Der wichtigste Schritt im Fall des Falles ist die Absicherung der Pannen- oder Unfallstelle. Das geschieht mittels Warnblinkanlage und Pannendreieck, das auf Autobahnen ca. 200-250 Meter vor dem Auto in Richtung des ankommenden Verkehrs aufzustellen ist. Bis das Pannendreieck aufgestellt ist, sollte man sich möglichst knapp am Pannenstreifen bzw. am Bankett bewegen, zum Schutz sollte man das Pannendreieck vor dem Körper tragen.
Als besonders unerfreulich erweisen sich Pannen in der Nacht und bei schlechter Sicht. Hier lautet das oberste Gebot - sehen und gesehen werden. Dafür eignet sich besonders die reflektierende Warnweste, die seit heuer auch in Österreich verpflichtend vorgeschrieben ist und die Gefahr, bei einer Panne übersehen zu werden, entschärft. Achten Sie darauf, dass die Warnweste im Fahrzeuginneren (nicht im Kofferraum!) griffbereit verstaut ist (Handschuhfach, unter dem Sitz, etc.) und ziehen Sie die Weste im Falle einer Panne vor Verlassen des Fahrzeugs an!
Tipps für sicheres Reisen:
Quelle: KfV
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