Glatteisunfälle haben erst gestern Menschenleben gefordert. Heute kam es durch gefrierenden Bodennebel auf der Inntalautobahn zu einer Massenkarambolage mit drei Verletzten. "Eine rasche Erkennung des Fahrbahnzustandes ist bei solchen Wetterverhältnissen unerlässlich. Bei Minusgraden in Kombination mit Feuchtigkeit muss man mit Glatteis rechnen", erklärt Georg Scheiblauer, Chefinstruktor beim ÖAMTC. "Der Bremsweg ist auf Eis um ein Vielfaches länger als auf trockener Fahrbahn. Angepasste Geschwindigkeit ist daher das Um und Auf." Der Clubexperte gibt zwei Beispiele, um wie viel sich der Bremsweg durch verschiedene Faktoren verlängert:
Bei beiden Beispielen ist der Reaktionsweg gar nicht eingerechnet. Dadurch sind die Werte in den Beispielen nur grobe Richtwerte. "Man kann sich aber schon sehr gut vorstellen, wie schnell ein Unfall auf Schnee- oder Eisfahrbahn passiert ist", sagt der ÖAMTC-Experte.
Vorausschauendes Fahren und das Einhalten größtmöglicher Abstände gehören ebenso zu den Grundvoraussetzungen beim Fahren auf Eis wie sanftes Betätigen von Kupplungspedal und Bremse sowie vorsichtiges Lenken. "Zu abrupte Fahrmanöver führen zu einem Ausbrechen des Fahrzeuges", warnt der ÖAMTC-Experte. Kommt der Autolenker trotz aller Vorsicht ins Schleudern, hat der Chefinstruktor des Clubs einige Tipps:
"Viele Autos sind heute zwar bereits mit modernster fahrerunterstützender Sicherheitselektronik ausgestattet. Aber auch Antiblockiersysteme oder Stabilitätsprogramme können die Grenzen der Physik nicht überwinden. Das sollte man sich immer vor Augen halten", sagt Scheiblauer.
Das richtige Verhalten bei winterlichen Fahrverhältnissen kann man bei einem Fahrsicherheitskurs in einem der ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren trainieren. Auf der Homepage des Clubs finden sich neben dem gesamten Kursangebot auch die Adressen aller ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren www.oeamtc.at/fahrsicherheit.
Quelle: ÖAMTC
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