27.05.2009

ÖAMTC-Kindersitztest 2009

Unter 18 Testkandidaten nur ein Billigsitz mit klarem "nicht genügend".

Beim jüngsten ÖAMTC-Kindersitztest standen 18 im österreichischen Handel erhältliche Kindersitze aus allen Gewichts- und Preisklassen auf dem Prüfstand. Ergebnis: Zwölf der Kindersitze erhielten im ÖAMTC-Test ein "gut" als Bewertung. Als besonders sicher erwiesen sich der CYBEX Aton, der RÖMER Babysafe Plus, der RÖMER Safety Plus TT und der HTS iZi Kid X1 Isofix. Fünf der getesteten Sitze schnitten mit der Clubempfehlung "befriedigend" ab. "Das Ergebnis zeigt, dass in Österreich das Sicherheitsniveau der Kindersitze generell sehr hoch ist. Dazu hat der ÖAMTC-Kindersitztest, der bereits seit 2001 durchgeführt wird, erheblich beigetragen", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Auch beim heurigen Test gab es nicht nur Licht, sondern auch Schatten." Der CHICCO Proxima konnte noch ein "genügend" erringen. Der ALPIN Daisy fiel aufgrund seiner mangelnden Sicherheit beim Seitenaufprall mit "nicht genügend" total durch.

Beim Kauf eines Kindersitzes sollte man also nicht nur auf die Werbung der Hersteller vertrauen. Wenn die gesetzlich geforderten Sicherheits-kriterien laut ECE-R44-Prüfzeichen erfüllt werden, heißt das noch lange nicht, dass ein Kind in jeder Situation im Sitz gut geschützt ist. Der ÖAMTC unterzieht in seinem Test alle Kindersitze auch einer Seitenaufprall-Prüfung. "Diese ist für das ECE-Prüfzeichen nicht erforderlich, aber nur damit kann man eine glaubwürdige Aussage über die Sicherheit eines Kindersitzes abgeben", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

"Für einen Kindersitz, der allen Sicherheitsanforderungen entspricht und darüber hinaus auch noch benutzerfreundlich ist, muss man in der Regel ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Das sollte allen Erwachsenen die Sicherheit der Kinder aber wert sein", betont der ÖAMTC-Experte. "Der billigste Sitz im heurigen Test war gleichzeitig auch der, der bei der Sicherheit mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten hat."

Bildquelle: zurich-connect.at

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Die Ergebnisse und Kindersitzpreise im Detail

Erstmals seit Bestehen des ÖAMTC-Kindersitztests kommen für die Beurteilung Schulnoten nach dem österreichischen Benotungssystem zum Einsatz.Kindersicherung im Auto noch immer nicht selbstverständlich

Auch der beste Kindersitz ist nutzlos, wenn er unsachgemäß oder gar nicht genutzt wird. Beim Kindersitz zu sparen ist fatal. Im Jahr 2008 wurden 3.433 Kinder im Straßenverkehr verletzt, von denen sich 1.414 in einem Pkw befanden. "Und 106 dieser verletzten Kinder waren ungesichert. 24 Prozent von ihnen wurden schwer bis unbestimmten Grades verletzt", schlägt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger Alarm. (Quelle: Statistik Austria)

Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass ältere Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren eher ungesichert mitgenommen werden (57 Prozent). Kinder bis sieben Jahre, die in Kindersitzen gesichert waren, wurden in 84,5 Prozent der Unfälle nur "leicht verletzt". "Viele schwere Verletzungen können verhindert werden, wenn Kinder im Auto richtig gesichert sind. Bei der Kindersicherheit darf man daher nicht schlampig sein", betont die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Auch wenn man noch so in Eile ist, sollte man erst losfahren, wenn das Kind vorschriftsmäßig gesichert im Auto sitzt. Schwere Gegenstände wie Schultaschen müssen sicher im Fußraum verstaut werden. Nach wie vor verzichten zu viele Erwachsene auf die vorgeschriebene Sicherung von mitfahrenden Kindern: "Mangelnde Kindersicherung ist allerdings nach Alkohol am Steuer das zweithäufigste Vormerkdelikt", sagt Seidenberger abschließend.

Eine kostenlose Kindersitzberatung gibt es auf allen ÖAMTC-Stützpunkten in ganz Österreich. Wissenswertes rund um das Thema Kindersicherung im Auto findet sich auch im Internet unter www.oeamtc.at/kindersitze.

Quelle: ÖAMTC

Bildquelle: Hotel AVIVA

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