Tipps für sicheres Autofahren bei Nebel

Die meisten Nebelunfälle passieren durch zu hohe Geschwindigkeit gepaart mit zu geringem Abstand

Ein oft begangener Fehler bei Nebel ist es, sich am Rücklicht des Vordermannes zu orientieren . "Dabei wird der erforderliche Abstand oft unterschritten", weiß ÖAMTC-Expertin Dora Donosa. "Gleichzeitig kann der zu geringe Abstand des Hintermannes 'Fluchtinstinkte' auslösen." Der vorausfahrende Fahrzeuglenker erhöht daraufhin das Tempo, um den Abstand zu vergrößern, versucht aber ebenfalls dicht an seinem Vordermann zu bleiben, um diesen nicht aus den Augen zu verlieren. So kann eine Kolonne bei zunehmender Geschwindigkeit immer dichter zusammenrücken . Ein gefährlicher Teufelskreis, in dem ein Fahrfehler im schlimmsten Fall eine Massenkarambolage auslösen kann.

Tipps der Experten
Die meisten Nebelunfälle ereigneten sich 2006 in Oberösterreich

  • Fuß weg vom Gas und die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anpassen.
  • Im dichten Nebel Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten einschalten.
  • Nicht am Rücklicht des Vordermannes orientieren, unbedingt den Abstand vergrößern .
  • Rechts fahren und auf keinen Fall überholen .
  • Besondere Vorsicht auch beim Links-Abbiegen.
  • Durch den Nebel sind Markierungen und Verkehrsführungen schwerer erkennbar, daher Vorsicht im Baustellenbereich .
  • Im Falle eines Unfalles oder einer Panne unbedingt versuchen, das Fahrzeug von der Straße wegzubringen . Ist das nicht möglich, muss man alle Mittel zur Sichtbarmachung ausschöpfen: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen, Pannendreieck aufstellen und an einer sicheren Stelle auf Hilfe warten.
  • Bei entsprechend guter Sichtweite Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten wieder ausschalten, um eine Blendung des Nachfolgeverkehrs zu verhindern .

Speziell in der Früh ist die Gefahr von Nebel groß. Im Jahr 2006 wurden bei 444 Nebelunfällen, 610 Personen verletzt und elf Menschen getötet. " 70 Prozent der Nebelunfälle ereigneten sich von Oktober bis Dezember . Die meisten passierten in Oberösterreich (151), gefolgt von Niederösterreich (93) und der Steiermark (72)", sagt ÖAMTC-Expertin Donosa. Statistisch rangieren auf den Plätzen 4 Kärnten (57), auf Platz 5 Vorarlberg (25), danach folgen Salzburg (22), Burgenland (13), Wien mit sechs und Tirol mit fünf Unfällen im Jahr 2006. " Nicht angepasste Geschwindigkeit gepaart mit zu geringem Abstand zum Vordermann ist dabei Unfallursache Nummer eins", weiß Donosa.

Darum ist es wichtig Zeitdruck auf der Fahrt z.B. zur Arbeit zu vermeiden . "Gerade wenn man in Eile ist, wird die Geschwindigkeit oft nicht auf das erforderliche Maß reduziert", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Auch auf der " Hausstrecke ", auf der man sich sicher fühlt und die man "wie seine Westentasche" zu kennen glaubt, fahren manche schneller als die Sichtbedingungen es zulassen. 70 Prozent und damit der Großteil der Nebelunfälle ereigneten sich auf Bundes- und Landesstraßen. Auf Autobahnen sind potenzielle Nebelzonen auch durch so genannte Nebelpunkte gekennzeichnet. Auch Nebelwarnanlagen informieren den Autofahrer.

Quelle: ÖAMTC